| Gefahren auf Klettersteigen |
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Die größte Gefahr beim Klettern ist man selbst. Das soll nun nicht heissen, dass man das Klettersteiggehen lieber lassen soll und vor dem Fernseher besser aufgehoben ist! Man sollte allerdings wirklich prüfen, ob man dem Klettersteig körperlich und mental gewachsen ist. Auf Klettersteigen gibt es oft kein Zurück mehr und wenn man in so einer Situation merkt, dass man sich überschätzt hat, hat man sich selbst UND seine Bergkameraden/Bergretter in Gefahr gebracht! Persönliche VorraussetzungenKlettersteige erfordern eine stabile Psyche und Schwindelfreiheit. Anfänger sollten mit den leichtesten Steigen anfangen und sich langsam vortasten zu schwierigeren Steigen. Bei aufkommender Panik kann man sich ruhig im Klettersteigset an der Zwischensicherung aushängen und die Situation so lange betrachten, bis ein sicheres Weiterkommen möglich ist. Weiterhin sollte Folgendes über die Gefahren von "aussen" bekannt sein: SicherungKlettersteige im Hochgebirge sind Wetter, Steinschalg und Lawinen ausgesetzt. Vor allem nach dem Winter können Sicherungen lose oder Stahlseile beschädigt sein. Alte oder schlecht gewartete Steige (v.a. Dolomiten) entsprechen nicht immer den Sicherheitsanforderungen. Es ist also jeder Klettersteiggeher selbst dafür verantwortlich die Seile und Sicherungen kritisch zu prüfen. Man sollte sich nie blind auf die Sicherungsanlagen verlassen sondern stets überprüfen (und ggf. Meldung an entsprechender Stelle machen). WetterRegen und Schnee machen den Fels gefährlich glatt und geben sowohl Schuhen als auch den Finger deutlich weniger halt, wenn nass! Harte Altschneefelder können gefährliche Rutschbahnen werden! Besonders gefährlich sind Drahtseile bei Gewitter und Nässe. Sollte man trotz exakter Tourenplanung mit Wetteranaylse in die Situation eines Gewitters mit Blitzschalg kommen, sollte man sich von allem Metall so weit wie möglich entfernen und auf eine isolierende Unterlage (zB Rucksack) kauern. Da starker Regen Steinschlag verursachen kann, sollte der Platz möglichst Steinschlag geschützt sein. Wetterumschwung ist die größte Gefahr im Gebirge: besonders bei langen Touren in einer Felswand sollte im Zweifel IMMER abgebrochen werden! SteinschlagStufiges Gelände, viele Menschen/Tiere oder Zick-Zack Routenführung: Klettersteige sind prädestinierte Steinschlagfallen! Es empfiehlt sich stets hellhörig zu sein und regelmässig einen Blick nach oben zu werfen. Man sollte zudem darauf achten selbst keinen Steinschlag auszulösen. Bei Querungen geht immer nur ein Gruppenmitglied, die Anderen beobachten und warnen. In steilen Kletterpassagen bleibt die Gruppe hingegen nah beisammen, damit Steine nicht zu große Energie beim langen Fall sammeln. Bei Steinschlag: an die Wand pressen und Rucksack über den Kopf halten!
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